Neu: Eltern-Kind-Freizeiten

Im Jahr 2022 gibt es als neues Angebot der Evangelisch-reformierten Jugend Süddeutschlands Freizeiten für Eltern und Kinder, zu denen wir herzlich einladen!

Die Termine sind im folgenden als Übersicht und pdf (zum Drucken) und unter Freizeiten zu finden.

Plakat-Eltern_kind_Freizeiten_2022 Wer sich für weitere Hintergründe dieser Idee der gemeinsamen Freizeitgestaltung interessiert darf hier gerne Weiterlesen. Alle anderen kennen den Kern; bei weiteren Fragen gerne ans Jugendbüro wenden!

 

Eltern-Kind-Freizeiten des Synodalverbandes 2022 – Einladung und Hintergrund

Kleine und größere Fluchten aus dem Alltag tun allen gut. Kindern, wie Eltern und beiden zusammen. Eltern-Kind-Freizeiten sind ein Angebot, dass Kindern auf einen Schlag einen Haufen neue SpielkameradInnen auf Zeit bietet und Eltern eigene Freiräume verschafft und die Möglichkeit über Gott und die Welt ins Gespräch zu kommen. Im Folgenden möchte ich ein paar grundlegende Überlegungen aufführen, die Inhalt und Verlauf von Eltern-Kind-Freizeiten näher beschreiben – die eiligen können das auch überspringen: Am Ende gibt es eine Liste mit unseren Angeboten.

Eltern-Kind-Freizeiten können ganz unterschiedlich verlaufen: Grundsätzlich ist ihr Ursprung in dem Bedürfnis zu sehen, dass Familien in ähnlichen Situationen, mit etwa gleichaltrigen Kindern und mit vergleichbaren Erziehungsfragen und -problemen den Wunsch haben, in ihrer Freizeit zusammen zu sein. Besonders bewährt haben sich jedoch Eltern-Kind-Freizeiten, die aus einer Institution, wie unserer Kirche erwachsen.

Eltern-Kind-Freizeiten werden immer unterschiedlich gestaltet sein. So kann eine Freizeit ein intensives Erziehungsseminar sein oder Eltern Freiräume bieten, indem die Kinder betreut werden und die Eltern unter sich sind. Auch können Erziehungsfragen problematisiert und diskutiert werden oder Kontakte initiiert, ausgebaut und vertieft werden usw. Die unterschiedliche Gestaltung liegt zum einen in der Hand des Mitarbeiterteams, zum anderen in der Hand der Teilnehmer, wobei ein gutes Mittelmaß sicherlich den größten Erfolg verspricht. So lässt z.B. eine verplante oder überplante Freizeit den Teilnehmern nicht ausreichend Spielraum. Sie fühlen sich unterrichtet und können selbst nicht zu Wort kommen. Ebenso unbefriedigend kann der umgekehrte Fall sein, wenn nichts vorbereitet ist und das Team sich auf die Ideen der Teilnehmer verlässt. Der Verlauf und die Ergebnisse der Freizeit werden von ganz unterschiedlichen Faktoren wie z.B. Gruppenzusammensetzung, Altersstrukturierung der Kinder, räumliche Gegebenheiten, Wetter, Dialogfähigkeit der Teilnehmer, Offenheit, Integrationsfähigkeit usw. bestimmt. Die eigentlichen Ergebnisse lassen sich zumeist erst am Ende einer Freizeit feststellen. So bedarf es einer erfahrenen Betreuergruppe mit einem breiten pädagogisch-psychologisch-soziologisch- sozialpädagogischen Ansatz. Nur dann ist es möglich, auf die Vielfalt der Ereignisse adäquat zu reagieren und sinnvolle Angebote zu machen. Dementsprechend muss letztlich auch aus der jeweiligen Situation heraus entschieden werden, welche Methoden angewandt werden. Welche Auswirkungen räumliche und personelle Bedingungen haben können, wird auch erst im Verlauf der Freizeit deutlich. Hier sei verwiesen auf die klassische Situation beim Essen: Viele kleine Tische bieten Rückzugsmöglichkeiten, ein großer runder Tisch aber auch den Platz für eine Gruppe.

Durch Eltern-Kind-Freizeiten entsteht ein neues Kommunikationsfeld, man spielt und arbeitet gemeinsam, lernt voneinander durch Beobachtung, Nachahmung und Beratung. Und mit etwas Glück bilden sich Eltern-Kind-Gruppen und Nachbarschaftshilfen nach solchen Familienfreizeiten. Junge Familien schließen Freundschaften miteinander und treffen sich auch nach der Freizeit regelmäßig, betreuen wechselseitig die Kinder oder planen gemeinsame Unternehmungen.